ATELIER FÜR FARBE
UND ARCHITEKTUR

KATRIN OECHSLIN
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FARB- UND MATERIALKONZEPT WOHNSIEDLUNG FROHALP, ZÜRICH WOLLISHOFEN 2020 - 2023

Bauträgerin: Gemeinnützige Baugenossenschaft Heimelig, Zürich
Architektur: Zimmermann Sutter Architekten AG, Zürich

Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Heimelig plant am Entlisberg in Wollishofen den
Ersatz einer Siedlung aus den 1930er Jahren. Das langgestreckte Grundstück befindet sich an einer ruhigen, attraktiven Kretenlage mit Aussicht über die Stadt auf den Zürichsee.
Die Neubauten werden als unterbrochene Zeile der angrenzenden Strassen vorgeschlagen. Richtung Westen zum Gartenraum hin generieren und fassen die runden Einkerbungen des Baukörpers den gut strukturierten Freiraum. (Ausschnitt Baubeschrieb Architekten)

Das gebaute Umfeld ist geprägt von vielen Genossenschaften. Die Nachbarschaft wird getragen von der Idee der Mitwirkung, verschiedene Projekte zur Freiraumnutzung und -Bespielung sind im Gange. Farbgebung und Materialisierung sollen diese Aktivitäten unterstützen, sie darf etwas Temporäres ausstrahlen und soll nicht in Stein gemeisselt scheinen.

Um die Volumen zu stärken, soll allseitig die gleiche Fassadeneindeckung vorgesehen werden. Allerdings werden die runden Hofräume durch eine zusätzliche Lattung farblich hervorgehoben, was die formale Geste des Gartens verstärkt.

Die Holzschalung soll in einem zurückhaltenden Grünton gestrichen werden, von weitem ist die Farbigkeit im Vordergrund, bei näherem Betrachten werden aber weitere Details ersichtlich. Durch einen starken Hell-dunkel-Kontrast der Fassadeneindeckung zu den Fassadenblechen, wird die Strassenfassade gegliedert und rhythmisiert, während die geraden Fassadenflächen zum Garten hin beruhigt werden.

Sowohl durch die Unterteilung der Baukörper als auch durch die Durchsichten bei den Eingangssituationen entsteht ein geschlossener wie auch durchlässiger Charakter der Baukörper. Die dunklen, schiefergrauen Untersichten der Hauseingänge entwickeln eine starke Sogwirkung, die Aussenraum, Zwischenbereiche und Innenraum als räumliche Abfolge erfahrbar machen und verbinden.

Im Innenbereich werden Akzente aus dem Kolorit der Fassaden weiter gesponnen. Durch dieses anekdotenhafte Wiederholen von Farbtönen, werden die verschiedenen Nutzungen miteinander verwoben und können als grosses Ganzes wahrgenommen werden.

Mehr zum Projekt:
Zimmermann Sutter Architekten AG