ATELIER FÜR FARBE
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FARB- UND MATERIALKONZEPT FASSADEN ÜBERBAUUNG OBERMAIHOF, LUZERN, 2017-2022

Bauträgerin: Allgemeine Baugenossenschaft Luzern
Architektur: Phalt Architekten AG

1. Etappe Punktbauten Realisierung 2017 - 2019
2. Etappe Längsbauten Realisierung 2020 - 2022

Die Siedlung Obermaihof befindet sich im Nordosten der Stadt Luzern, unweit des Rotsees, angrenzend an den Wesemlinwald. Charakteristisch für die Situation ist die stark prägende Topographie mit dem südseitig steil ansteigenden Hang gegen den Wald. Die heutige Siedlung wurde in den Jahren 1947 bis 1948 erstellt. Um die bestehende Siedlung zu verdichten wird die bestehende Reihe von Punktbauten erweitert und umgebaut. Der Aussenraum wird aufgewertet, in dem eine gemeinsame Hofsituation kreiert wird, die gegen den Hang mit drei länglichen Neubauten abgeschlossen wird.

Der Überbauung soll trotz sehr unterschiedlicher Typologien eine erkennbare Zusammengehörigkeit verliehen werden. Die Langhäuser sind mit reliefierten Betonelementen bestückt, die als Bänder die Fassadenflächen strukturieren. Diesem Relief mit seiner stark in Erscheinung tretenden Materialität werden mineralische, Stein-farbene Putzfassaden an den Punktbauten gegenüber gestellt. Durch zwei alternierend applizierte Granierungen des Putzes werden die Volumen an sich, ebenso wie deren Repetition - eine Art Kette, Aufreihung - thematisiert. Dies soll der starken städtebaulichen Geste der Langhäuser eine ebenso deutliche Grossform entgegensetzen.
Es stehen sich also sehr unterschiedliche (optisch wie auch haptisch) Fassaden gegenüber. Hauptakteure sind die Fassadeneindeckungen. Ergänzend soll mit ruhigen, zurückhaltenden Farbtönen der Fensterbleche, Geländer und Lamellenstoren gearbeitet werden. Ein farblich intensiverer, umspannender Akzent könnte dabei in den Stoffmarkisen und Loggiavorhängen gesetzt werden.

Mehr zum Projekt:
phalt Architekten AG