ATELIER FÜR FARBE
UND ARCHITEKTUR

KATRIN OECHSLIN
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STUDIE STUCKMARMOR I, 2015

Gips, Hautleim, Pigmente

Stuckmarmor ist ein Kunstmarmor, der in einer aufwändigen Handwerkstechnik gefertigt wird. Für die Herstellung von Stuckmarmor werden Gips und Wasser mit Knochenleim und Pigmenten pastös und farbstrukturenbildend angemengt, an die zu gestaltenden Architekturelemente angetragen und nach Erhärtung mehrfach mit immer feiner werdendem Korn manuell geschliffen und bis zu Hochglanz poliert.

Diese hoch entwickelte Form des Kunstmarmors ist vermutlich in der italienischen Renaissance entstanden und diente anfangs der Imitation von natürlichen Marmoren und zur Verwendung für "Pietra-dura"-Arbeiten. Im Barock gelangte der Stuckmarmor zu seiner Hochblüte und löste sich von der reinen Nachahmung.

In experimenteller Arbeitsweise wurden verschiedene Techniken und Effekte ausprobiert. Das Zusammenspiel von verschiedenen Pigmenten, die erstaunliche Materialität des Gipses und das dieser Technik ureigene Ineinanderfliessen der Formen und Farben stehen im Zentrum des Experimentes.