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FARBKONZEPT FASSADE NEUBAU ALTERSSIEDLUNG HELEN KELLER 2013-2017

Bauträgerin: Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW)
Architektur: Atelier Abraha Achermann

Die vier volumetrisch expressiven Neubaukörper der Alterssiedlung Helen Keller sollen mit einer schlichten und zurückhaltenden Farbgebung in ihre Umgebung eingebunden werden. Prägende Materialien und Strukturen kombiniert mit fein dosierten Farbtönen sollen den Gebäuden Selbstverständlichkeit verleihen und an Texturen in der Umgebung anknüpfen.

Die Aussenhaut wird mit einem mineralischen, feinen Abrieb verputzt wobei ein grob strukturierter Putz die Eckvolumen alternierend hervorhebt. Der ebenfalls gröber strukturierte Sockel gibt Halt, verleiht den Körpern Schwere und Terrainverbundenheit.

Anhand von selbst gefertigten Mustern wurde nach der geeigneten Textur für die beiden Putzarten gesucht. Um die Vertikalität zu betonen ist eine gerichtete Struktur erwünscht. Der Putz soll aber in Anlehnung an eine Baumrinde immer noch Haut sein. Eine grobe, leicht ausgefranste Zahntraufelstruktur mit einem 2mm Korn könnte diese Idee gut umsetzen. Für die glatten Putzflächen soll eine feine Oberfläche mit textilem Charakter entwickelt werden.

Das Farbkonzept der Fassade soll die eigenständige Volumetrie stärken und in Wechselwirkung mit der Farbigkeit der Bäume und des Aussenraumes treten. Die vier Gebäudekörper sehen sich aus der Distanz ähnlich, sie erscheinen in einem zurückhaltenden, warmen Grauton. Dieses Phänomen wird optische Mischung genannt, denn von Nahem werden feine Unterschiede in der Farbgebung des Anstrichs bemerkbar: feine, blasse Rot- und Grüntöne werden erkennbar, je nach dem als Hintergrundfarbe oder mit einer harten Malerrolle aufgetragen, die nur die Spitzen des Putzes färbt (die sogenannte Granierung).

Bilder © Atelier Abraha Achermann